Restaurant Tütebelle

internationale und kroatische Gerichte - Restaurant in Hemer Ihmert

Geschichte Restaurant Tütebelle in Hemer - Ihmert

Was verbirgt sich hinter diesem Namen Tütebelle?

Es gibt vier verschiedene Versionen darüber, wie dieser Name entstanden ist. Zwei davon sollen hier vorgestellt werden.

 

Tütebelle bezeichnete in westfälischer Mundart früher ein bestimmtes Fischfanggerät: Ein Netz, das an vier Stöcken aufgehängt war. Diese Stöcke liefen oben spitz zusammen (toot = spitz). Das darunter hängende Netz sah in seiner Form einer Glocke ähnlich (bel = Glocke). An der Stelle, wo dieses Gasthaus steht, ändert der Ihmerter Bach seinen Verlauf von der linken zur rechten Talseite. Hier legten die Fischer zum Fang einen künstlichen Tümpel, einen sogenannten Spieker an. Nach getaner Arbeit ließen sie ihre Tütebellen am Spieker zurück. »Bei der Tütebelle« soll diese Stelle dann im Volksmund genannt worden sein.

Die zweite Begriffserklärung reicht in die Zeit zurück, als man noch mit Pferd und Wagen unterwegs war. Am Zuggeschirr der Pferde befand sich ein Glöckchen (die Belle). Es war dort befestigt wo der gepolsterte Lederschlauch in einer auslaufenden Spitze endet. (Sie glich einer auf dem Kopf stehenden Tüte.) Solche Pferdegespanne passierten auch das Ihmerter Tal. Der Weg war hier so eng, dass sich Gefährte nicht begegnen durften. Um festzustellen, ob ein anderes Gepann entgegen kam, hielt der Fuhrmann an verschiedenen Ausweichstellen an und lauschte. War kein Glöckchen zu hören, konnte er die Fahrt fortsetzen. An dieser Ausweichstelle befand sich ein Haus, das Pferd und Fuhrmann Rast gewährte. Das Gasthaus hieß bald »Tütebelle«, weil man hier auf das Geläut der Glöckchen achten mußte.